Wenn Verantwortung müde macht – und innere Sicherheit wieder entsteht

Manchmal ist es nicht der Körper, der nicht mehr kann.
Ein Arzt steht vor einem Vortrag. Fachlich bestens vorbereitet, erfahren, routiniert. Und trotzdem: Unsicherheit, Erschöpfung, ein Gefühl von Überforderung. Er weiß nicht, wie groß das Publikum sein wird, wie lange er durchhalten muss, ob er die Kraft dafür hat. Medizinisch ist alles abgeklärt – und dennoch fühlt es sich an, als würde ihm die Energie fehlen.

Im Gespräch zeigt sich: Es ist nicht der Vortrag selbst, der belastet. Es sind die inneren Bilder. Die Anreise, das Eintreffen, das Warten, der Moment des Beginns. Jede Vorstellung davon erzeugt erneut Stress.

In der Begleitung wird genau dort angesetzt. Schritt für Schritt werden diese inneren Stressbilder bewusst wahrgenommen und gleichzeitig reguliert. Währenddessen stellt sich langsam ein anderes Gefühl ein: mehr Ruhe, mehr Weite. Der Körper beginnt loszulassen.

Plötzlich sagt der Arzt etwas Entscheidendes:
„Eigentlich weiß ich ja, wie es geht. Ich kenne mich aus. Ich bin Spezialist.“

Mit diesem neuen inneren Zustand entsteht ein anderes Bild: Er sieht das Auditorium, aufmerksam, interessiert. Spürt Sicherheit. Sein Körper entspannt sich. Der Druck lässt nach.

Am Ende bleibt nicht nur Erleichterung. Sondern sogar Vorfreude.

Solche Prozesse zeigen, wie eng körperliche Empfindungen, Gedanken und innere Bilder miteinander verbunden sind – und wie viel Kraft wieder verfügbar wird, wenn innere Sicherheit zurückkehrt.